Giovanni Grippo (Vorsitz)

Giovanni Grippo (1978*)

Giovanni Grippo wuchs in Leinfelden-Echterdingen und zum Teil in Süditalien auf. Er ist ein arrivierter Freimaurer- und Esoterikforscher; seit früher Jugend bildete er sich u.a. in den Themen Pythagoreismus, Humanismus und Hermetik weiter. 1996 schloss er die Mittlere Reife ab und begann in Stuttgart eine Ausbildung. Über eine Bekanntschaft, die während der zweijährigen Ausbildung zum Chemisch-technischen Assistenten entstand, kam er mit der jüdisch-christlichen Mystik in direkten Kontakt. Am 15.11.2013 übernahm er die Logenleitung als gewählter und bestätigter Vorsitzender Meister. Seit dem 28.11.2008 ist ihm zudem der Vorsitz der Darmstädter Andreasvereinigung »Custodes Templi« von 1922 anvertraut worden.

Giovanni Grippo sieht sich als spiritueller Freimaurer, Humanist sowie als moderner Mystiker. 1998 wurde er in Mannheim von einem ehemaligen Mitglied der Klaus-Synagoge in die kabbalistische Lehre der so genannten »Pessekim« eingeweiht. Dies war eine besondere Ehre, denn er ist katholischen Glaubens und die Weihe wird nur Rabbinern gewährt. Als sich ihre Wege trennten, empfahl er ihm seine Bibelkenntnisse zu vertiefen, seine Studien fortzuführen und nach Südamerika zu reisen. 1999 kam Giovanni Grippo in Rio de Janeiro mit christlichen Kabbalisten und modernen Rosenkreuzern, in Brasília mit der jüdischen Gemeinde und traditionellen Kabbalisten sowie in Montevideo mit Freimaurern in Kontakt. In Südamerika verblieb er mehrere Monate.

Nach Deutschland zurückgekehrt, wurde er am 05.03.2000 in die Stuttgarter Johannis-Freimaurerloge »Licht am Stein« (damals Herdweg 19) aufgenommen, mit der er vor seiner Südamerika-Reise bereits mehrjährigen Kontakt gehabt hatte. Im November 2000 zog er aus beruflichen Gründen in das Rhein-Main-Gebiet. Am 24.01.2003 wechselte er zur Frankfurter Johannis-Freimaurerloge »Wilhelm zur Unsterblichkeit«, als sich abzeichnete, dass er dort verbleiben würde. Am 14.05.2004 fand seine Aufnahme in die Frankfurter Andreas-Freimaurerloge »Fides immortalis« statt. Seine Berufung in das Frankfurter Ordenskapitel »Coronata« erfolgte am 13.01.2007.

Am 01.01.2004 meldete er in Oberursel (Taunus) ein Gewerbe an und firmierte es am 23.02.2007 in den »Giovanni Grippo Verlag & Buchhandel« in Steinbach (Taunus) um. Er hat verschiedene Bücher und Dokumente neu ins Deutsche übersetzt: das Sepher Jesirah (ca. 2.-6. Jhdt.) und das Sepher Raziel (ca. 14. Jhdt.) aus dem Hebräischen, das Chinon-Pergament (1308) und die Monas Hieroglyphica von John Dee (1564) aus dem Lateinischen sowie das Ahiman Rezon von Laurence Dermott (1756) aus dem Englischen.

Siegel der Andreasvereingung »Custodes Templi« (1922)

Am 01.03.2008 war Giovanni Grippo einer der Referenten des Andreasmeister-Seminars der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland in Frankfurt am Main. Vom 15.11.2008 bis zum 30.11.2013 saß er der Frankfurter Andreas-Freimaurerloge »Fides immortalis« vor. Seit dem 28.11.2008 ist ihm der Vorsitz der Darmstädter Andreasvereinigung »Custodes Templi« von 1922 anvertraut worden. Am 17.11.2014 fanden seine Verdienste in der Frankfurter Andreas-Freimaurerloge mit der Verleihung des Ehrenzeichens für »Verdiente Führer von Ordensabteilungen« Anerkennung.

Am 26.03.2009 war er einer der Referenten des 43. Johannismeister-Seminars der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland in Kassel. Im gleichen Jahr hat er seine Kabbala-Buchtrilogie abschließend erarbeitet und zugleich kam es zur Publikation seiner deutschen Sepher Raziel-Übersetzung. Ein Jahr später veröffentlichte er es in englischer Sprache. Der bekannte New Yorker Freimaurer und Rabbi Eli Mallon schrieb am 02.04.2013 u.a. eine Rezension zur englischen Übersetzung mit dem Tenor: »… important first step in opening this part of Jewish tradition for examination.«

Giovanni Grippo hat verschiedene freimaurerische Ämter bekleidet, diverse Projekte im freimaurerischen Umfeld umgesetzt und war vom 14.05.2010 bis zum 06.05.2016 Stellvertretendes Mitglied des Höchsten Ehrenrats der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland. 2011 erarbeitete er mit Darmstädter und Frankfurter Andreasbrüdern das Buch: Konvolut für Andreasmeister über die Andreasgrade (für die Erkenntnisstufe VI), welches 2012 veröffentlicht wurde. Er war außerdem Beteiligter an den »Heidelberger Gesprächen« mit wechselnden Vorträgen in den Jahren 2012; 2014; 2015; 2016 und 2017.

Siegel der Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« (1921)

Am 16.03.2012 folgte Giovanni Grippo der Bitte seines Amtsvorgängers, in die Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« nach Darmstadt zu wechseln. Nach kommissarischer Übernahme der Logenleitung wurde er am 15.11.2013 als gewählter und bestätigter Vorsitzender Meister eingesetzt. Unter seiner Ägide ist das geistige Erbe der 1921 gegründeten Johannis-Freimaurerloge inventarisiert, die historisch höchste Mitgliederzahl (im Jahr 2019) erreicht und die Johannis-Freimaurerloge »Zum brennenden Dornbusch« in Alzey errichtet worden, der ersten Tochterloge der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland in Rheinhessen. Er ist der 1. Abgeordnete Logenmeister der Alzeyer Johannis-Freimaurerloge.

Anfang 2013 übersetze er die 1564 erschienene Monas Hieroglyphica von John Dee (1527-1608) neu aus dem Lateinischen ins Deutsche und veröffentlichte sie zunächst als eBook. 2018 wurde sie in Buchform von der »Forschungsvereinigung Frederik« bestellt und Anfang 2019 ihren ca. 700 Mitgliedern zur Verfügung gestellt. Das Buch erweist sich als wichtige Quelle vieler freimaurerischer Inhalte. Am 13. und 14.07.2013 war er neben Karl Halberstadt einer der Referenten des Wochenendseminars zum Thema Meditation in Heidelberg. Es stand unter dem Motto »Der Schlüssel«. 2014 veröffentlichte er das vergriffene Buch Anleitung zur Meditation, das 1938 von »Dr. med. Carl Happich« verfasst wurde.

2015, 2017 sowie 2018 war er einer der Referenten des Johannismeister-Seminars der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland in Köln und 2019 in Düsseldorf. 2015 wurde unter seiner Ägide das »Armin-Kalz-Archiv« eingerichtet, welches die ältesten Unterlagen sowie Dokumente der Darmstädter Johannis-Freimaurerloge »Zum flammenden Schwert« beherbergt. Die Inventarisierung und Digitalisierung konnte damit erstmals zentralisiert werden.

Seit dem »Kolloquium in Schwetzingen (2006)« vom 28. und 29.09.2006 erarbeitete er ein Exposee zur freimaurerischen Bedeutung des Schwetzinger Schlossgartens. Er wird seitdem als Spezialist der geistig-allusivischen Inhalte des Schlossgartens anerkannt. Giovanni Grippo begann 2017 seine Entdeckungen an ein interessiertes Publikum durch Vorträge in verschiedenen Logen und Vereinen sowie mit »Freimaurerischen Führungen« im Schwetzinger Schlossgarten zu vermitteln. Im gleichen Jahr begann er sich im Zuge seiner Schwetzinger Forschungen auch mit der kabbalistischen Lehrtafel der Prinzessin Antonia in Bad Teinach zu befassen. 

Siegel der Johannis-Freimaurerloge »Zum brennenden Dornbusch« (2019)

Ab 2017 trieb er federführend die Stiftung der Johannis-Freimaurerloge »Zum brennenden Dornbusch« in Alzey gemeinsam mit Arno Moos und der Darmstädter Bruderschaft voran. Die Lichteinbringung fand am 07.09.2019 im Weingut der Stadt Alzey in Anwesenheit von rund 130 Freimaurern aus aller Welt statt. Es waren bei der Lichteinbringung 46 Freimaurerlogen und sieben Großlogen vertreten. Der Großmeister der »VGL« »Christoph Bosbach« und der damalige Ordensmeister der »Großen Landesloge« Achim Strassner waren anwesend. 

Am 02.03.2018 wurde er von der Evangelischen Gemeinde von Bad Teinach-Zavelstein eingeladen, in einem Seminar seinen Erkenntnisstand über die kabbalistische Lehrtafel der Prinzessin Antonia mitzuteilen. 

Im Oktober 2019 erschien das Buch Darmstädter Geheimnisse – Spannendes aus der Heimat der Heiner mit Kennern der Stadtgeschichte in dem Giovanni Grippo als Geheimnispate (Geheimnis 50) ausgewählt wurde. Das Buch ist von freimaurerischen Zusammenhängen durchdrungen.

Giovanni Grippo ist Mitglied der wiedergegründeten »Wolfstieg-Gesellschaft e.V.« von 1913. Sie ist ein Verein zur Förderung freimaurerisch-wissenschaftlicher Forschung. Sie wurde am 30.05.2020 wieder ins Leben gerufen und am 03.08.2020 in das Vereinsregister der Stadt Bad Homburg v. d. H. unter VR 2268 eingetragen. Er ist Mitredakteur des Online-Magazins »Freimaurerlicht« (»FML Magazin«), das quartalsweise erscheint und kostenlos Freimaurern und Nichtfreimaurern zur Verfügung gestellt wird. Das Online-Magazin ist eine Zusammenarbeit der Wolfstieg-Gesellschaft, der W-Virtuell und der deutschen »Freigärtner«.

Im Großen Saal des Palais Hirsch wurde am 11. und 12.07.2020 das 1. Freimaurer-Kolloquium in Schwetzingen einberufen. In Zusammenarbeit mit Professor Dr. Jan Snoek, Dr. Monika Scholl-Frey, Nadine Klein, Diplom-Archivar Uwe Hauth und Giovanni Grippo wurden die derzeitigen freimaurerischen Forschungsergebnisse zum Schwetzinger Schlossgarten vorgetragen.

Stand 01.01.2021